Donnerstag, 18. Mai 2017

Männerdreikampf: Hau den Lukas


Was bisher geschah:
Eierball
Sackhüpfen

„Okay, so müsste es gehen“, murmelte Lukas und rutschte ein wenig hin und her. „Nicht sehr bequem, aber geht. Versuch’s mal.“

Der 19jährige saß in ein paar Metern Höhe auf einer wackeligen Konstruktion aus zwei Standleitern und einem Brett mit einer Sitzschale aus Plastik. Sein strubbeliges schwarzes Haar wurde von einem Stirnband nur mäßig gebändigt. Bis auf eine Trillerpfeife, die ihm um den Hals hing, war er splitternackt und sein gebräunter Körper glänzte in der Sonne. Seine Beine waren gespreizt und seine Füße lagen in einer Art Ablage. In der Sitzschale war ein Loch, aus dem Lukas fetter Sack baumelte. Er hatte sich zur Feier des Tages extra die Eier rasiert und sie sahen tatsächlich schön glatt und saftig aus.

Unter ihm auf dem gepflegten Rasen von Lukas‘ elterlichem Garten war eine weitere wackelige Konstruktion aufgebaut, die sich an einer altertümlichen Jahrmarktattraktion orientierte. Eine lange Schiene mit einem schweren Gewicht führt senkrecht nach oben zu Lukas‘ Eiern. Vor der Schiene gab es eine kleine Wippe.

Das Spielprinzip war einfach: Mit einem Schlag auf die Wippe wurde das Gewicht nach oben katapultiert. Je nach Kraft des Spielers erreichte es dabei mit mehr oder weniger Tempo die Sitzschale, unter der Lukas‘ Eier darauf warteten, ordentlich zusammengequetscht zu werden.

„Aber nicht so fest“, schickte Lukas noch hinterher, doch es war schon zu spät.

Mit voller Wucht ließ Lukas‘ bester Freund Tommy den schweren Hammer auf die Wippe sausen und schleuderte damit das Gewicht mit hoher Geschwindigkeit nach oben, wo es hart gegen Lukas‘ baumelnde Nüsse knallte.

Lukas heulte laut auf, während Tommy nach oben schaute und in die Sonne blinzelte. „Funktioniert“, kommentierte er trocken, während sich Lukas auf seinem Hochsitz vor Schmerzen krümmte.

„Bestens“, grinste Tayfun und klatsche Tommy ab. „Dann können wir ja loslegen.“


„Ich glaub, das ist keine gute Idee“, stöhnte Lukas.

„Dochdoch!“ widersprach Tommy fröhlich.

„Eine sehr gute sogar!“ stimmte Tayfun ein.

In den letzten beiden Woche hatten Tommy und Tayfun ihre Eier hingehalten und in den Disziplinen Eierball und Sackhüpfen ihre Männlichkeit bewiesen. Nun stand die dritte und letzte Disziplin auf dem Programm: „Hau den Lukas.“ Genauer: „Hau dem Lukas seine Eier kaputt“, wie Tommy das Spiel nicht ganz unzutreffend genannt hatte.

Tommy fuhr sich durch seine lockigen blonden Haare und grinste. Er hatte das Sackhüpfen für sich entscheiden können, auch wenn seine Nüsse sich noch immer nicht so ganz von den Strapazen erholt hatten. Er trug ein eng anliegendes weißes Muskelshirt und knappe neon-gelbe Shorts, die im Schritt etwas zwickten, ihren Zweck aber voll und ganz erfüllten: Tommy sah vollkommen lächerlich aus.

Das war der Sinn des ganzen Spektakels: Die Zuschauer, die sich den Clip im Internet ansehen würden, sollten unterhalten werden.

Aus diesem Grunde hatte sich auch Tayfun mit seinem Kostüm mächtig Mühe gegeben und tief in die Trickkiste gegriffen. Sein pechschwarzes Haar hatte er mit ordentlich Gel in Form gebracht, so dass eine veritable Elvis-Tolle über seiner Stirn prangte. An den Füßen trug er Badesandalen und auch sonst war er eher spärlich bekleidet. Um seinen Hals baumelte eine dicke Goldkette, deren schwerer Anhänger – ein billiger vergoldeter Penis aus einem Scherzartikelladen – in seinem Brusthaar versank. Im Vergleich zu Tommy, der kaum behaart und von den Sommersprossen abgesehen eher blass war, wirkte Tayfun wie das Fleisch gewordene Klischee eines Machos: muskulös und braungebrannt, üppig behaart, groß und kräftig. Er platzte fast aus seinen engen Jeans, deren Hosenbeine er so knapp abgeschnitten hatte, dass sein haariger Sack bei größeren Bewegungen ins Freie rutschte.

„Dann können wir loslegen, oder?“ fragte Lasse hinter der Kamera.

Er wirkte ungeduldig. Das hatte aber weniger damit zu tun, dass er keine Lust auf die Filmerei hatte, sondern damit, dass er seit zwei Wochen unfreiwillig in einer Art Keuschheitsgürtel steckte. Eigentlich war es kein Gürtel, sondern nur ein Plastikkäfig, in dem Lasses Schwanz eingesperrt – diese feine Unterscheidung war für Lasse aber egal. Für ihn war nur eines wichtig: Sein Schwanz steckte in einem viel zu kleinen Gefängnis, was ihn absolut verrückt werden ließ.

Der Grund für Lasses Zwangslage war einfach: Er hatte sich während des Eierball-Spiels seiner Kumpels nicht beherrschen können und eine fette Ladung Sperma in die Hose gespritzt. Seine Freunde waren darüber so verärgert gewesen, dass sie ihm eine Lektion erteilen wollten. Und diese Lektion dauerte nun schon vierzehn lange Tage, in denen der hübsche blonde Junge vor Geilheit kaum denken konnte.

„Ich fang jetzt an zu filmen“, kündigte Lasse an und zoomte auf Lukas‘ Gesicht. „Du kannst jetzt.“

„Hallo, Leute“, sagte Lukas in die Kamera. „Herzlich willkommen zum dritten und letzten Wettkampftag des einzig wahren Männerdreikampfes! Es steht eins zu eins zwischen Tommy dem Dotterverschrotter, und Tayfun dem Klötenknacker. Heute geht es um alles. Wer das heutige Spiel für sich entscheidet, ist der Sieger und bekommt in der nächsten Woche eine kleine Belohnung. Und was dem Verlierer blüht, das werdet Ihr auch nächste Woche sehen.“

Lasse musste grinsen. Vielleicht bildete er es sich nur ein, aber Lukas‘ Lachen war längst nicht so fröhlich wie sonst. Es wirkte fast ein wenig gequält angesichts des bevorstehenden Spiels. Kein Wunder, denn schließlich waren heute Lukas‘ Eier die Zielscheibe der Aktivitäten.

„Hau den Lukas“, fuhr Lukas fort. „Das ist das heutige Spiel. Ich bin Lukas, und das sind meine Eier.“ Er griff unter die Sitzschale und schüttelte seinen Sack in Richtung Kamera. „Unsere beiden Kandidaten werden heute ihre Kraft zeigen. Jeder hat fünf Versuche. Wie immer bin ich der Schiedsrichter und werde die Versuche auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten. Das ist fast wie beim Hammerwerfen – nur schmerzhafter…“ Lukas grinste bemüht in die Kamera. „Na dann, Leute, zeigt mal, was Ihr drauf habt.“

Lasse schwenkte zu Tayfun, der den schweren Vorschlaghammer in beide Hände nahm und mit einem Grinsen in Position ging. „Dann wollen wir die Glöckchen mal ordentlich zum Klingen bringen“, grinste er.

„Hey“, rief Lukas mit gespielter Beleidigung. „Das sind ausgewachsene Glocken, Freundchen! Wenn die läuten, dann weckst Du die ganze Stadt!“

„Das wollen wir doch gleich mal ausprobieren“, lachte Tayfun.

Lukas blies in die Trillerpfeife und gab so das Startsignal für die erste Runde.

Tayfun fackelte nicht lang und schlug mit dem Vorschlaghammer auf die Wippe.

Das Gewicht wurde in der Schiene nach oben geschleudert und landete zielsicher – wenn auch mit eher mäßigem Tempo – an seinem Ziel.

Lukas grunzte und zuckte auf seinem Sitz, als seine Eier gegen die harte Plastikschale gequetscht wurden. Die Schmerzen schienen sich aber in Grenzen zu halten, denn er lachte gleich darauf laut auf. „Glockenläuten sieht aber anders aus!“ rief er. „Das war ziemlich schwach. Ne Vier, würde ich sagen.“

Tayfun hob die Augenbrauen. „Die gute Laune wird Dir noch vergehen“, murmelte er, während er den Hammer an Tommy weitergab.

„Dann versuch Du mal Dein Glück“, feixte Lukas von oben, während seine Eier einladend hin und her schwangen. „Das da eben war ja wohl ein Glückstreffer.“

Tommy ließ sich von Lukas‘ Gerede nicht aus der Ruhe bringen. Er wog den Hammer in der Hand. Er war ziemlich schwer, was Vor- und Nachteile hatte. Zwar war dadurch schon eine gewisse Schlagkraft sichergestellt, aber es war gar nicht so einfach, den Hammer gut auf der Wippe zu platzieren.

Tayfun war deutlich kräftiger und muskulöser als Tommy und brachte daher eigentlich die besseren Voraussetzungen für das Spiel mit. Andererseits hatte Tommy bereits einen Probetreffer landen können, der deutlich schmerzhafter ausgesehen hatte als Tayfuns erster Schlag. Das stärkte Tommys Selbstvertrauen enorm.

Lukas gab das Signal auf seiner Trillerpfeife.

Tommy atmete tief ein und schwang den Hammer. Wie ein Profi ließ er ihn auf die Wippe schnellen und lächelte zufrieden, als er Lukas‘ spitzen Schrei vernahm.

Tommy schaute zu Tayfun, der ihm einen anerkennenden Blick zuwarf und zustimmend nickte.

„Fuck!“ schrie Lukas oben in seiner Sitzschale. Seine Eier baumelten wild hin und her, während das Gewicht in der Schiene wieder nach unten fiel.

„So macht man’s“, grinste Tommy.

Lukas‘ Urteil ließ nicht lange auf sich warten. „Ne Sieben“, stöhnte er. „Viel besser als Tayfun, aber da ist noch Luft nach oben…“

Tommy nickte zufrieden und gab den Hammer an Tayfun weiter.

Den hatte nun der Ehrgeiz gepackt. Er wuchtete den Hammer hoch und schlug ihn krachend auf die Wippe.

„Fehlstart!“ schrie Lukas. „Fehlstaaaaaargh!“

Sein Schrei ging in ein schrilles Jodeln über, als seine Eier plattgedrückt wurden.

„Was isn los?“ wunderte sich Tayfun und schaute fragend zu Tommy.

„Du hast nicht auf die Trillerpfeife gewartet“, grinste Tommy schadenfroh. „Das war dann wohl ein Fehlversuch. So ein Pech…“

Oben in der Sitzschale jodelte Lukas munter den Schmerz aus sich heraus.

„Scheiße“, fluchte Tayfun und schmiss den Hammer in hohem Bogen weg. „Das ist doch eine Scheißregel!“

Unglücklicherweise landete der Hammer nicht auf dem Rasen, sondern auf der Wippe und löste einen weiteren Schlag gegen Lukas‘ Eier aus, nicht so heftig wie der erste, aber offenbar durchaus schmerzhaft, denn Lukas schrie erneut aus Leibeskräften.

Tommy, Lasse und Tayfun prusteten vor Lachen.

„Das ist was für die Outtakes“, grinste Lasse. „Voll witzig.“

Selbst Lukas fand Tayfuns Ausbruch ziemlich komisch und er gab ein hustendes Lachen von sich, während er sich langsam von dem doppelten Eierschlag erholte.

„Also noch mal für Doofe“, stöhnte er schließlich, als er sich wieder einigermaßen gefangen hatte. „Ihr wartet auf mein Signal. Fehlversuche werden nicht gezählt. Das sind also null Punkte für Tayfun. Extrem schade, denn das wäre mindestens eine Acht gewesen.“

Tayfun seufzte.

„So“, fuhr Lukas fort. „Und jetzt ist Tommy dran mit seinem zweiten Schlag.“

Tommy wartete brav auf den Pfiff und schmetterte dann den Hammer auf die Wippe. Das Gewicht flog in hohem Tempo nach oben.

Lukas Eier wurden plattgequetscht und er stieß einen gellenden Schrei aus, der bei Tommy ein triumphierendes Grinsen auslöste.

Tayfun und Lasse lachten.

„Und?“ erkundigte sich Tommy.

Lukas brauchte einen kleinen Moment, um sich zu sammeln. „Guter Schlag“, stöhnte er schließlich. „Beide Glocken voll getroffen. Hätte noch etwas kräftiger sein können, aber auf jeden Fall noch ne Spur besser als der erste Versucht. Eine Acht würde ich sagen. Glückwünsch.“

Tommy wirkte recht zufrieden mit der Bewertung und übergab den Hammer an Tayfun.

„So, jetzt musst Du langsam mal einen guten Treffer landen“, grinste er.

Tayfun nickte. Er wirkte voll konzentriert. Sein Blick war auf die Wippe gerichtet und er hielt den Hammer fest in beiden Händen.

Nachdem Lukas‘ Pfiff ertönt war, schlug Tayfun mit aller Kraft auf die Wippe.

Das Gewicht wurde nach oben katapultiert und klatschte mit voller Wucht gegen Lukas‘ baumelnden Klötensack.

Lukas schrie wie am Spieß und wand sich in seinem Sitz. Seine Eier baumelten wild hin und her und nahmen eine feurig rote Farbe an.

„Klingt nach Rührei“, witzelte Tayfun mit fröhlicher Miene und schaute erwartungsvoll nach oben.

Lukas fachkundige Bewertung ließ etwas auf sich warten, da die Schmerzen ihn offenbar sehr beschäftigten. „Rührei trifft’s ziemlich gut. Das war ne Neun“, stöhnte er schließlich. „Besser geht’s kaum. Ich weiß gar nicht, welches Ei mehr weh tut, das linke oder das rechte…“

Tayfun nickte stolz. „Na wer sagt‘s denn.“ Er reichte Tommy den Hammer. „Das musst Du erst mal nachmachen“

Tommy rollte mit den Augen. „Immer locker, Alter“, meinte er lässig. „Du liegst nach drei Runden gerade mal bei 13 Punkten. Ich hab schon 15 – und mein dritter Schlag kommt erst noch…“

Gleich nach Lukas‘ Startpfiff ließ Tommy den Hammer heruntersausen. Er landete krachend auf der Wippe und das Gewicht schoss an der Schiene nach oben.

Lukas ohrenbetäubender Schrei zauberte ein Lächeln auf Tommys Gesicht.

„Na? War das ne Zehn oder war das ne Zehn?“ grinste Tommy siegessicher. Er schaute Tayfun triumphierend an, während er auf das offizielle Ergebnis wartete.

„Das war ne Zehn“, jaulte Lukas von oben. „Und was für eine…“

Tayfun und Tommy prusteten vor Lachen.

„So, das musst Du erst mal nachmachen“, äffte Tommy Tayfun mit einem verschmitzten Grinsen nach, während er ihm den Hammer gab.

Tayfuns männlicher Ehrgeiz war nun geweckt. „So, das hier wird ne glatte Zehn, mein Freund“, kündigte er vollmundig an. „Das haut Dir die Eier aus dem Sack!“

Trotz der Schmerzen in seinen Eiern hatte Lukas seine Motivation noch nicht verloren. „Dann lass mal sehen, Schwächling!“ stichelte er mit einem schwachen Grinsen. „Mein Sack hält einiges aus!“ Trotzig schwangen Lukas‘ feuerrote Klöten hin und her.

Der Pfiff ertönte und Tayfun atmete tief ein.

Dann schlug er mit dem Hammer auf die Wippe. Das Gewicht schnellte nach oben und kollidierte mit einem satten Klatschen mit Lukas‘ Eiersack. Für einen Moment sah es so aus, also ob Lukas ohnmächtig würde. Sein Kiefer klappte nach unten und seine Augen weiteten sich. Ein erbärmliches Krächzen kam tief aus seinem Hals.

Das Gewicht fiel wieder nach unten.

Tommy und Tayfun blickten erwartungsvoll nach oben.

„Nicht getroffen?“ wunderte sich Tommy.

Tayfun zuckte mit den Schultern. „Hat sich gut angehört, oder.“

Tommy nickte. „Sehr gut sogar.“

In dem Augenblick stieß Lukas einen markerschütternden Schrei aus.

„Na also“, grinste Tayfun. „Das war ne glatte Zehn, oder?“

Lukas heulte wie eine Sirene. Sein Sack war feuerrot und selbst von unten, aus der Perspektive von Tommy und Tayfun, konnte man sehen, dass die beiden fetten Fleischbällchen ordentlich angeschwollen waren.

Lukas‘ Augen füllten sich mit Tränen und sein Schrei ging in ein Husten über.

„Das war ne Zehn“, musste Tommy neidlos anerkennen. „Oder, Lukas?“

„Ja“, wimmerte Lukas mit zitternder Stimme. „Zehn. Eindeutig. Ich glaub, mein linkes Ei ist Schrott.“

„Nein, keine Sorge, das sieht ganz normal aus“, sagte Tommy beruhigend.

„Findest Du?“ Tayfun hob seine Hand an die Stirn und blinzelte gegen die Sonne.

Lukas‘ praller Hodensack verfärbte sich langsam grün und blau. Sein linkes Ei sah tatsächlich deutlich größer aus als das rechte und hing tief in seinem Sack.

„Halt den Mund“, murmelte Tommy. „Oder willst Du, dass er das Spiel abbricht und sich was anderes ausdenkt?“

„Sieht total normal aus!“ rief Tayfun laut. „Keine Sorge. Das Ei ist wie neu!“

Die beiden Konkurrenten nickten sich zu.

„Okay, dann machen wir weiter“, stöhnte Lukas mit wehleidigem Gesicht. „Tommy, Du bist dran.“

„Jawohl!“ grinste Tommy fröhlich. „Nochmal ne Zehn und ich bin uneinholbar vorne.“

Lukas grinste schwach. „Viel Glück, Kumpel!“

Der Pfiff ertönte und Tommy ließ den Hammer auf die Wippe knallen.

Mit voller Wucht krachte das Gewicht in Lukas‘ geschwollenen Eiersack und knautschte die beiden saftigen Liebesperlen zusammen.

Der schrille Schrei, der auf das Klatschen des Zusammenpralls folgte, ließ Tayfun und Tommy laut loslachen.

„Das macht echt Spaß“, grinste Tommy fröhlich. „Das könnte ich echt jeden Tag machen…“

„Das war ne Acht“, keuchte Lukas von oben. „Ne sehr gute Acht.“

„Kleiner Zwischenstand“, sagte Tommy, während er Tayfun den Hammer überreichte. „Ich liege jetzt bei 33 Punkten. Du hast 23. Wenn Du jetzt keine Zehn schaffst, dann bist Du raus aus dem Spiel und ich bin der Sieger des Männerdreikampfs!“

Tayfun kratzte sich am Kopf. „Da muss ich mich wohl anstrengen, was?“

Lukas war inzwischen deutlich schweigsamer geworden. Die Witze gingen ihm längst nicht mehr so einfach über die Lippen wie zu Beginn des Spiels, was möglicherweise an den beiden inzwischen grotesk angeschwollenen Markklößchen lag, die schmerzend und pochend in seinem übel verfärbten Sack baumelten.

Er pustete halbherzig in die Trillerpfeife.

Bei seinem letzten Versuch gab Tayfun alles. Er ließ den Hammer mit solcher Wucht auf die Wippe sausen, dass diese fast zertrümmert wurde.

Mit entsprechender Zerstörungskraft schnellte das Gewicht an der Schiene nach oben und traf auf Lukas‘ baumelnde Eier.

Lukas‘ Kopf wurde knallrot. Tränen schossen ihm in die Augen und er schnappte nach Luft.

„Schau an“, grinste Tayfun. „Wenn das mal keine Zehn war…“

Ein krächzendes Geräusch kam aus Lukas‘ halb geöffneten Mund und seine Lippen begannen zu zittern.

Tommy zuckte mit den Schultern. „Und wenn schon. Ich hab noch einen Versuch, und wenn ich’s nicht komplett versemmel, dann gewinn ich das hier mit dem nächsten Schlag.“

Die beiden schauten erwartungsvoll nach oben.

„Und, Meister? Wie lautet das Urteil?“ grinste Tayfun.

Lukas japste und keuchte, als ob der Schmerz sich erst seinen Weg nach draußen bahnen müsste. Sein Kopf sah aus, als ob er jeden Moment explodieren würde.

Anstelle einer Explosion folgte allerdings ein so ohrenbetäubender Schrei, dass Tommy und Tayfun unwillkürlich zusammenzuckten und danach in schallendes Gelächter ausbrachen.

„Okay, das war ne Zehn, eindeutig“, lachte Tommy.

„Ich will’s von ihm hören“, grinste Tayfun. „Hey, Schiri! Dein Urteil!“

„Zehn!“ schrie Lukas aus voller Kehle. „Zehn! Zehn! Zehn! Volle Punktzahl! Besser geht’s nicht!“

Tayfun grinste stolz und übergab den Hammer an Tommy.

Lukas‘ Schreien verwandelte sich in ein jämmerliches Wimmern. Schweißgebadet saß er in der Sitzschale und seine übel zugerichteten Eier baumelten lustlos unter ihm.

„Los, letzter Schlag“, rief Tommy ungeduldig. „Wir haben nicht ewig Zeit.“

Lukas stöhnte. „Lass es ruhig angehen, okay? Ein Punkt reicht Dir ja aus.“

Tommy überlegte kurz. „Ich weiß nicht. Mal schauen.“

Lukas seufzte und gab das Startsignal auf der Trillerpfeife.

Selbstverständlich ließ Tommy es nicht ruhig angehen. Soweit ging die Liebe zu seinem besten Freund dann doch nicht, dass er den Wettkampf mit einem schwachen Schlag beenden wollte.

Ganz im Gegenteil: Er hatte sich vorgenommen, den Wettkampf mit einem Ausrufezeichen zu beenden und noch einmal die volle Punktzahl abzuräumen.

Die bekam er auch.

Der Hammer knallte auf die Wippe. Das Gewicht klatschte laut und deutlich gegen Lukas‘ Nüsse und ließ ihn noch einmal in nahezu perfektem Sopran ein Klagelied singen.

In dem Moment wusste Tommy, dass er gewonnen hatte.

Er ließ den Hammer fallen – unglücklicherweise genau auf die Wippe, so dass Lukas‘ arme Eier noch einmal getroffen wurden – und führte einen Freudentanz auf.

Lukas schrie und schrie.

Seine Eier schwangen wild umher und klatschten immer wieder von unten gegen die Sitzschale. Sie waren grün und blau und entsetzlich geschwollen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte Lukas sich wieder beruhigt und auch seine verbeulten Eier schaukelten nur noch ganz leicht im Wind.

„Lasse, machst Du den Absager?“ wimmerte Lukas.

Hinter der Kamera rollte Lasse mit den Augen. „Wenn’s sein muss“, murmelte er und richtete die Kamera auf sich. „Okay, das war’s mit dem einzig wahren Männerdreikampf. Der Sieger heißt Tommy.“ Er schaute seinen blondgelockten Freund an und runzelte die Stirn. „Wie war noch Dein Spitzname?“

„Der Dotterverschrotter“, grinste Tommy stolz.

Lasse nickte. „Herzlichen Glückwunsch. Und der Loser ist Tayfun der Klötenknacker. Mit dem Klötenknacken hat’s heute nicht so gut geklappt, was?“

Tayfun zuckte missmutig mit den Schultern.

Lasse grinste. „Dann schaltet nächste Woche wieder ein bei der Siegerehrung. Bis dahin macht’s---“

„Nee, Moment“, krächzte Lukas von seinem Hochsitz. „Nächste Woche kriegt erst mal der Verlierer seine kleine Überraschung. Die Siegerehrung ist dann erst in zwei Wochen.“

„Auch gut“, sagte Lasse. „Jetzt ist auf jeden Fall Schluss für heute.“

Er schaltete die Kamera aus.

„Okay, das war ziemlich krass“, sagte Lukas mit heiserer Stimme. „Dann helft mir mal runter hier.“

„Nicht so schnell“, sagte Lasse. „Ich will noch schnell was erledigen.“ Er gab Tommy die Kamera. „Übernimm Du mal.“

Dann stellte sich Lasse vor der Wippe auf.

Der sonst so sanfte Junge hatte ein geradezu grimmiges Lächeln auf den Lippen. Zwei Wochen mit eingesperrtem Schwanz hatten ihre Spuren hinterlassen: Lasse stand das Sperma bis zur Unterlippe. Er war total geil und total frustriert – und er wusste, wem er das zu verdanken hatte.

Lukas wusste es auch, und ihm brach der kalte Schweiß aus. „Lasse? Mach keine Dummheiten!“

Lass griff den Hammer.

„Lasse, hör mir zu!“ Lukas wirkte höchst nervös. „Tut’s nicht!“

Tommy und Tayfun konnten sich das Lachen kaum verkneifen.

Lasse ließ den Hammer hin und her schwingen.

„Ich lass Dich heute raus aus dem Käfig“, beteuerte Lukas. „Aber nur, wenn Du nicht zuschlägst. Guck Dir meine Eier an. Die sind echt schon fix und fertig. Die haben genug für heute.“

„Deine Eier interessieren mich nicht“, murmelte Lasse grimmig.

„Aber Dein Schwanz interessiert Dich, oder?“ sagte Lukas schnell. „Eigentlich solltest Du erst nächste Woche raus aus dem Käfig. Aber ich will mal nicht so sein. Wenn Du den Hammer wieder hinlegst, dann lass ich Dich heute raus. Jetzt gleich. Versprochen.“

Lasse hob den Hammer.

„Lasse!“ Lukas schaute panisch nach unten. „Überleg’s Dir! Ich lass Dich heute raus und ich blas Dir einen.“

Lasse verzog keine Miene.

„Ich blas Dir einen und Dir darfst auf mein Gesicht abspritzen! Mitten in die Fresse, Mann!“ Lukas klang fast hysterisch. „Zweimal, wenn Du willst. Wenn Du möchtest, kannst Du mich sogar fi---“

 „Jetzt mach schon. Hau ihm die Eier zu Brei“, brummte Tayfun. „Das ist ja echt erbärmlich.“

 „Die Chance lässt Du Dir doch nicht entgehen, oder?“ grinste Tommy.

Lasse schlug den Hammer mit aller Kraft auf die Wippe und schleuderte das Gewicht nach oben, wo es mit einem saftigen Klatschen voll gegen Lukas‘ grün-blaue Kronjuwelen traf.

„Fuuuuuuuck!“ schrie Lukas mit schmerzverzerrtem Gesicht.

„Das war ne Elf, würde ich sagen“, meinte Lasse trocken.

„Ne glatte Elf und voll auf die Zwölf“, witzelte Tommy.

Lukas schrie aus Leibeskräften.

„Und? Fühlst Du Dich besser?`“ grinste Tayfun.

„Nicht wirklich. Der Saft kocht immer noch in meinen Eiern und kann nicht raus.“ Lasse zuckte mit den Schultern. „Aber ihm geht’s schlechter. Und das ist doch auch schon mal was…“

Fortsetzung folgt am nächsten Donnerstag

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