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Dienstag, 8. August 2017

Frischholz am Morgen



Gähnend setzte sich Björn auf und blickte sich blinzelnd um. Er brauchte einen Moment, ehe er die matte, blendende Oberfläche als die Wände des Zelts erkannte, durch die das trübe Licht der Morgensonne hineinschien.

Als er sich herumwälzte, sah er, dass die anderen beiden Schlafsäcke schon leer waren. Er war mit Marcel und Felix, seinen beiden besten Kumpels, am gestrigen Nachmittag spontan zu einem Camping-Trip aufgebrochen, und sie waren abends noch einige Zeit draußen herumgelaufen, ehe sie sich schließlich spätnachts hundemüde in ihr Zelt verkrochen hatten.

„Na dann“, seufzte er und kroch auch selbst aus seinem Schlafsack. Dabei fiel sein Blick hinab auf seine Unterhose, die dank seines strammen Morgenholzes ein eigenes kleines Zelt bildete. Er kratzte sich gedankenverloren an seinem Bauch und überlegte kurz, ob er die momentane Einsamkeit im Zelt dazu nutzen sollte, sich seiner Latte auf geschmeidige Weise zu entledigen, doch draußen hörte er neben dem Zwitschern der Vögel auch die leisen Stimmen seiner Kumpel. Sie waren nicht weit entfernt, und so entschied er sich erst einmal nachzusehen, was sie so trieben.

Er streckte und dehnte sich und strich dann seine Unterhose, so glatt es ging, ehe er sich aufrecht hinsetzte und zum Eingang hin kroch. Kaum dass er die Zeltöffnung aufgeschlagen hatte, sah er seine beiden Freunde im Schneidersitz auf der abgelegenen Wiese vor ihrem Zelt sitzen.

Marcel war ein sympathischer junger Kerl mit manchmal recht fiesen Phantasien, der mit seinem schlanken, wohlgestalten Oberkörper, seinem schmalen, sonnengebräunten Gesicht und seinem braunen Haar ziemlich ansehnlich aussah. Björn überragte ihn um fast einen Kopf, aber er wusste, dass Marcel trotz seiner schmächtigen Gestalt erstaunlich viel Kraft und Ausdauer in seinen Muskeln besaß. Marcel saß nur in blauen Shorts bekleidet auf dem Gras und hatte eine halbleergetrunkene Wasserflasche vor sich im Schoß liegen, an deren Verschluss er gedankenverloren fummelte.

Felix war etwa so groß wie Björn. Er hockte nur in Boxershorts im Gras und cremte gerade seinen stolzen, muskulösen Oberkörper mit Sonnencreme ein. Er war der stattlichste von ihnen dreien, und sein regelmäßiges, ausdauerndes Muskeltraining machte sich deutlich in seinen Armen und seiner Brust bemerkbar. Er besaß eine breite Brust und ein ansehnliches Sixpack, und Björn, der zwar auch ab und zu trainierte und stolz auf seine Muskeln war, beneidete Felix nicht selten um seinen tollen Körper.

„Na, du Schlafmütze“, begrüßten ihn seine Kumpels fröhlich.

„Moin“, murmelte er ihnen träge entgegen und setzte sich dann zu ihnen hinab in die Runde. „Seid ja schon alle wach.“