Dienstag, 21. November 2017

Schneebälle


„Brrr, es ist eisig!“

„Was du nicht sagst“, schlotterte Marcel mit zusammengebissenen Zähnen und warf Björn nur einen kühlen Blick zu, ehe er vorwärts auf die verschneite Wiese hinausstapfte. Björn folgte ihm eifrig. Der Untergrund war mit einer dicken, herrlichen Schneeschicht bedeckt, in denen ihre Winterstiefel mit einem befriedigend knirschenden Geräusch bei jedem Schritt tief einsanken.

Es schneite schon seit ein paar Tagen, und nachdem die Jungs die letzten Tage vor lauter Alltagsstress kaum dazu gekommen waren, die winterliche Märchenlandschaft zu erkunden, hatten sich Björn und Marcel heute endlich einmal entschlossen, eine Weile gemeinsam ins weiße Wunderland hinauszustapfen. Ob sie lange draußen bleiben würden, wussten sie noch nicht, denn es herrschten Minusgrade und trotz ihrer dicken Mäntel und Handschuhe schlotterten sie beide.

„Mir friert gleich der Schwanz ab“, murmelte Björn.

„Hey, dann hast du eine Sorge weniger“, konterte Marcel halbherzig. Dann blieb er seufzend stehen und blickte sich über die weite Wiese um. Sie hatten den Hinterweg genommen, der hinter Marcels Garten begann, und nach ein paar hundert Metern hatten sie die letzten Häuser hinter sich gelassen und der Weg war in die weite Wiese gemündet, auf der sie nun weit und breit die einzigen Menschenseelen waren, die sich in dem Wetter und der Kälte heraustrauten.


Ein paarmal sprang der sonst so grazile Marcel unbeholfen durch die Luft und versuchte, die Schneeflocken mit seiner Zunge aufzufangen. Björn sah ihm kurz dabei zu, dann ließ er sich mit dem Hintern voran auf die Schneedecke niedersinken. Er spürte sofort die Kälte an seinen Pobacken, als er in den Schnee eindrang. Dennoch legte er sich vollständig in den Schnee hinein, streckte die Arme und Beine aus und begann dann mit ihnen durch den Schnee zu rudern.

„Oh, wie süß, Björn macht einen Engel“, kommentierte Marcel spitzbübisch und hielt in seinem kleinen, steifen Schneetanz inne. Dann bückte er sich grinsend, ergriff eine Handvoll Schnee und presste sie zu einem Ballen zusammen.

„Hey“, erwiderte Björn und hob abwehrend die Hände vors Gesicht an, als Marcel mit dem Schneeball ausholte. Doch anstatt aufs Gesicht zu zielen, pfefferte er den Ball geradewegs in den Schritt von Björns dicker Winterhose hinein, der er in seiner liegenden Position vollkommen ungeschützt ließ.

„Aah“, keuchte Björn, während Marcel kichernd seinen Freudentanz fortsetzte. „Das hat gesessen.“ Die gepolsterte Winterjeans hatte zum Glück einen Teil der Wucht abgefangen, doch der Schneeball hatte sein Ziel voll getroffen.

„Komm und räch dich“, grinste Marcel und formte schon den nächsten Ball, während sich Björn langsam aufrichtete und mit den Handschuhen ebenfalls Schnee aufnahm. Doch kaum dass er wieder auf den Beinen stand, erwartete ihn schon die nächste Ladung Schnee, diesmal mitten ins Gesicht.

„Fuck“, fluchte er und blinzelte, während der schmerzhaft kalte Schneeballen auf seinem Gesicht zerlief. „Na warte!“

Mit seinem eigenen Ball bewaffnet stürzte er vor, doch der Schnee klebte ihm von Marcels Headshot noch halb in den Augen, und er verfehlte. Eine Weile zankten sich die Jungs, und während Björn zwar auch ein paar bescheidene Treffer landete, pfefferte ihm Marcel mehrmals einen Schneeball sowohl ins Gesicht als auch zwischen die Beine.

„Okay, ich ergebe mich“, erwiderte Björn nach einem besonders saftigen Nutshot, bei dem er die Härte des zusammengepressten Schnees gut zu spüren bekommen hatte. Er hob abwehrend die Hände, was Marcel, der gerade mit dem nächsten Ball ausholte, fies grinsen ließ.

„Hmm“, erwiderte er grüblerisch. „Nett von dir, aber dass ich deine Niederlage annehme, habe ich dir nie versprochen!“

Mit den Worten schmetterte er den Ball geradewegs in Björns Gesicht, und als Björn sich wegdrehte, um sich vor dem eiskalten, harten Treffer zu erholen, sprang Marcel vor und rammte ihm zusätzlich in einer unerwarteten Bewegung seinen dicken, ledernen Winterstiefel geradewegs zwischen die Beine.

Björn fluchte, als der Schmerz in seinen Eiern aufbrannte, und stolperte zurück. „Fuck, du hast mich gut getroffen!“

„Yuhu!“, jubelte Marcel und blickte kichernd auf Björns Hose hinab, die noch mit reichlich Schnee von den zahlreichen Treffern bedeckt war. „Okay, lass uns weitergehen, oder frieren dir schon die Eier ab?“

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Ein paar Minuten stapften sie weiter durch den Schnee. Marcel war inzwischen von der siegreichen Schneeballschlacht sichtlich aufgetaut und deutlich besser gelaunt, während Björn weiterhin zitterte und sich ab und an Schneereste aus dem Gesicht rieb.

Nach einer kurzen Weile erreichten sie den Beginn eines kleinen Waldstücks mit einigen verschneiten Tannenbäumen.

„Schau an“, rief Björn und deutete auf einen verlassenen alten Überrest eines metallenen Zauns, der am Waldrand aus längst vergessenen Zeiten aus dem Boden ragte. Interessiert stapfte er näher heran, und Marcel folgte ihm dicht.

„Ist das nicht der Zaun, an dem du mal mit der Zunge festgefroren warst?“, gluckste Marcel und strich mit der behandschuhten Hand über das alte, rostige Metall drüber.

„Erinner mich nicht“, nickte Björn. Vor Jahren hatte ihn Marcel einmal über eine Wette herausgefordert, den Zaun abzulecken. Seine Zunge hatte sich hinterher scheußlich angefühlt, und Marcel hatte ihn lauthals ausgelacht. Er hatte damals nicht verstanden, wie seine Zunge nur wegen der Kälte daran festkleben konnte. „Aber hey, ich hab es mich immerhin getraut, und damals war es noch eisiger und kälter als jetzt.“

„Trauen würd ich es mich auch“, hielt Marcel beiläufig dagegen. „Ich schätze, ich würde noch nicht mal festfrieren in den jetzigen Temperaturen.“

„Wenn du dir da so sicher bist, dann führ es mir doch einmal vor“, hielt Björn keck entgegen und blickte an ihm herab. „Halt einmal deine nackten Eier gegen den Zaun.“

Marcel schüttelte lächelnd den Kopf. „Ich würd es ja machen, aber ich will meine schön warmen Eier jetzt nicht in die Kälte hinauslassen…“

„Wenn du es machst und nicht festklebst, ziehe ich meine Hose aus und du darfst einige Schneebälle auf meine fasernackten Eier werfen, so hart du willst“, bot Björn an, woraufhin Marcel interessiert die Augenbrauen hob.

„Oh, bist du sicher, Björn?“, mockte Marcel bei dem Angebot. „Du hast wohl von der Schneeballschlacht noch nicht genug und willst gern die Kälte hautnah zu spüren kriegen?“

„Aber wenn du die Wette verlierst und deine Eier tatsächlich festkleben, musst du die Hose ganz fallenlassen und ich darf einige ungehinderte Treffer auf deine nackten Eier landen“, fügte Björn hinzu.

„Easy, du hast praktisch verloren“, hielt Marcel dagegen. Er seufzte und blickte auf seine Hose hinab. „Tut mir leid, ihr beiden, aber mit Björn weiter Spaß zu haben, hat wohl seinen Preis.“ Dann streckte er Björn die Hand aus.

„Möge der Bessere gewinnen“, nickte Björn. Er hatte keine Absicht, seine Eier mit Schneebällen versohlen zu lassen, und war überrascht darüber, dass sich Marcel so siegessicher glaubte – die Tatsache, dass ihm selbst noch nie ein Körperteil im Winter festgefroren war, schien ihn übermütig werden zu lasen.

Eine tolle Gelegenheit, sich für die Schneeballschlacht zu rächen.

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„Brrr“, zischte Marcel, während er sich den Hosenschlitz öffnete. Seine heitere, warme Miene von eben war inzwischen etwas zerschmolzen, und er schien nicht mehr sicher zu sein, ob er so eine gute Wahl getroffen hatte.

„Na, komm“, meinte Björn gespannt, und Marcel pulte kurz im Schlitz seiner gut gepolsterten, winterlichen Hose herum, dann grub er erst seinen zerschrumpelten, in der Kälte weiß angelaufenen Schwanz und schließlich seine prallen Nüsse hervor.

„Aaah, kalt“, zitterte er und streichelte mit der behandschuhten Hand über seine Nüsse, dann blickte er entschlossen zu dem Stück Zaun hin, der unverändert und starr vor ihnen stand. „Wie lang soll ich sie dranhalten?“

„Ein paar Sekunden, so fünf, etwa?“, schlug Björn vor. „Dann darfst du sie zurückziehen.“

„Nichts leichter als das“, zischte er hervor, klang dabei aber deutlich weniger überzeugt, als er eben noch gewesen war, während eine einsame Schneeflocke auf der Spitze seines Schwanzes landete und ihn zusammenzucken ließ. Er rieb sich noch einmal die Hände, dann seufzte er. „Dann wollen wir mal.“

Zögerlich näherte er seine entblößten, fetten Nüsse dem unheilvoll rostigen Zaun an, bis sie nur noch zentimeterweit entfernt waren, dann hielt er inne.

„Hmm…“, seufzte er und zitterte, dann strich er sich ein paarmal mit der Fingerspitze über den Schwanz. Seine Eier hatten inzwischen von der Kälte, der sie ausgesetzt waren, einen ziemlich bleichen Ton angenommen. „Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist…“

„Jetzt hast du zugestimmt. Wenn du einen Rückzieher machst, verlierst du“, erinnerte ihn Björn. „Dann erwartet deine Nüsse gleich noch viel mehr Kälte. Komm, zeig mir, was du kannst.“

Er nickte seufzend, dann beugte er sich vorwärts, bis seine Nüsse auf dem kalten Metall aufkamen. Er zuckte bei der Berührung sofort zusammen.

„Fuck, das kneift“, zischte er mit verzerrter Miene und blickte wehleidig auf seine Nüsse herab, stellte aber sicher, dass sie beide vollständig gegen den Zaun auflagen. „E… eee… eeeeisig kalt!“

„Was hast du denn erwartet“, schmunzelte Björn. „Na, komm, sieh, ob du sie abbekommst.“

Marcel nickte und wollte sich wieder vom Zaun wegbewegen, doch sein Sack blieb an dem Metall haften, als er zurücktrat.

„Fuck“, zischte er und blickte ärgerlich hinab. „Ich… ich klebe ja wirklich fest.“

„Mich wundert, dass du je etwas anderes erwartet hast“, feixte Björn.

„Ich… ich werde schon lose kommen“, fügte Marcel an und zupfte mit den behandschuhten Fingern an seinen Nüssen, hielt aber sofort inne, als das nur noch mehr weh tat. „Ah, fuck. Ich klebe gut fest…“

Björn sah amüsiert zu, wie Marcel an seinem Sack herumzupfte, der immer bleicher und heller wurde, dort, wo er am Metall haftete. Schließlich wandte sich Marcel missmutig zu Björn um und zuckte ergiebig die Schultern. „Okay, ich gebe auf… kannst du mir helfen, freizukommen? Und schnell bitte, ehe mir die Nüsse abfrieren?“

„Aber mit Vergnügen. Hättest sofort fragen können“, schmunzelte Björn, dann holte er kraftvoll mit dem Fuß aus. Marcels Augen weiteten sich, als er sah, was Björn vorhatte, doch ehe er etwas sagen konnte, ließ Björn seinen dicken Winterstiefel geradewegs in seinen starren, kalten Sack hineinklatschen.

Er traf Marcels Nüsse mit voller Wucht. Marcels Sack löste sich dabei tatsächlich von dem Metall, wurde aber unsanft durch die Luft geschleudert.

„Oh, verdammt“, fluchte Marcel und wälzte sich auf dem Schneeboden umher, der dabei unter seinem Rücken befriedigend knarschte. Seine Hände hatte er über den Eiern verschränkt. „Fuck, das ging ab…“

„Glaubst du mir jetzt, dass auch du nicht immun gegen die Kälte bist?“, schmunzelte Björn und ging neben seinem besten Kumpel in die Hocke. „Na, soll ich mir mal anschauen, ob alles in Ordnung ist?“

„Ja, bitte“, stöhnte Marcel und nahm die Hände von den Eiern weg. Behutsam hob Björn mit seinen Fingern Marcels verschrumpelten Schwanz an und inspizierte seine Nüsse. Dort, wo sie eben festgeklebt waren, waren sie ziemlich bleich, doch das schien sich gerade wieder zu ändern, während die Durchblutung die gesunden, wenn auch etwas blassen Farbtöne in sie zurückbrachte.

„Sie sehen echt gut aus“, nickte Björn seinem Kumpel bekräftigend zu und grinste dann fies. „Sie sind bloß etwas blass… aber da wissen wir ja, wie man das ändert, nicht wahr?“

Marcel nickte nur geistesabwesend, und als er begriff, was Björn meinte, hatte der schon seine Faust in Marcels Eiern vergraben.

„Aah“, fluchte Marcel und kicherte schmerzerfüllt. „Du kannst nicht zumindest warten, bis meine Eier sich wieder aufgewärmt haben?“

„Ich bin dabei, sie aufzuwärmen“, widersprach Björn und schlug ihm nochmals die Faust in die Nüsse. „Ich will ja nicht, dass sie dir abfrieren, bei deiner Strafe gleich…“

„Oh Mann, die Wette hab ich ganz vergessen“, gestand Marcel und krümmte sich, als Björn wiederum seine Faust in Marcels offenliegende Eier hineinrammte.

„Nicht schlimm“, winkte er ab. „Sag bescheid, wenn du bereit bist für deine Bestrafung…“ Wieder ein Treffer in Marcels Nüssen, der ihn aufschreien ließ. „Solang polier ich dir einfach weiter die Klöten, um sie dir aufzuwärmen…“

„Okay, okay“, hakte Marcel ein. „Wir können beginnen.“

Björn zog die Augenbrauen hoch und betrachtete ihn aufmerksam, dann nickte er.

„Alles klar, dann ab auf die Beine, Kumpel, oder es gibt Extraschläge!“

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Marcel richtete sich stöhnend wieder auf die Beine und rieb sich noch immer seine frei aus dem Hosenschlitz herabfallenden Eier. Björn war inzwischen schon eifrig dabei, Schneebälle zu formen und neben sich hinzulegen.

„Inzwischen ist mein Gesicht nicht mehr das Körperteil, was mich am meisten friert“, gestand Marcel, woraufhin Björn ihm nur ein zuckersüßes Lächeln schenkte. Er spreizte langsam die Beine und rieb sich mit der Hand ein paarmal über seine blassen, herabhängenden Eier. „Okay… ich bin bereit.“

„Gut.“ Björn wog den ersten Schneeball in den Händen und stellte sicher, dass er auch schön hart war. Dann widmete er seine Aufmerksamkeit Marcels Nüssen. „Magst du noch deinen nervigen Schwanz für mich anheben, damit er nicht den Weg versperrt…“

„Meinen nervigen… nein, das hatten wir nicht vereinbart“, hielt Marcel entgegen im Versuch, die Strafe für sich weniger schlimm zu machen.

Björn zuckte die Schultern. „Alles klar. Dann mache ich zum Ausgleich doppelt so viele Würfe.“

„Okay, okay“, hakte Marcel ein. Zögerlich fasste er seinen Schwanz an und hob ihn mit der behandschuhten Hand nach oben hin, sodass seine prächtigen, von einer Gänsehaut überzogenen Juwelen frei sichtbar waren.

„Danke, mein Süßer.“ Mit den Worten visierte Björn sein Ziel an und ließ den ersten Ball in Marcels Eier hineinschnellen.

Er traf sie mit voller Wucht. Der Schneeball zerplatzte mit einem dumpfen, knarschenden Geräusch, als er Marcels Eier traf, und ließ sie wild umherbaumeln und gegen seine Beine stoßen.

„Aaah“, seufzte Marcel mit leicht verzerrter Miene, blieb aber standhaft. „Weiter.“

„Wie du wünschst.“ Björn hatte schon den nächsten Ball gepackt und warf ihn direkt hinterher. Wieder ein voller Treffer, der Marcel aufstöhnen, aber stehenbleiben ließ.

„Fuck“, murmelte er und stemmte angestrengt die Arme in die Seiten.

„Na, was stört dich eher? Die Kälte oder der Schmerz?“, fragte Björn grinsend und ließ den nächsten Ball durch die Luft sausen, der wieder mit einem befriedigenden Geräusch in einer kleinen weißen Explosion auf Marcels Eiern zerdepperte.

„Beides“, stieß Marcel bloß hervor. Diesmal krümmte er den Oberkörper etwas vorwärts. „Oh Mann…“

Wieder und wieder ließ Björn einen Schneeball in seine Eier hineinsausen, und Marcel krümmte und wand sich unter den Treffern. Seinen Schwanz konnte er auch nicht mehr richtig festhalten, sodass er ab und zu wild umherbaumelte. Auf seinen bleichen Eiern blieben inzwischen ein paar Schneereste haften.

Nach einem besonders saftigen Treffer stürzte Marcel zu Boden und krümmte sich stöhnend. Björn trat grinsend an seinen Kumpel heran und blickte von oben auf ihn herab.

„Ich… ich ergebe mich“, stöhnte Marcel und hob die Hände an, als Björn abermals einen Schneeball hochhob. „Du hast… gewonnen.“

Björn hielt kurz inne und tat so, als ob er über sein Angebot nachdachte. Dann zuckte er die Schultern, ließ den Schneeball fallen und antwortete bloß: „Klar, okay.“

Marcel, der offensichtlich eine andere Reaktion erwartet hatte, runzelte die Stirn. „Wirklich?“

„Nein“, gab Björn grinsend zurück und ließ unerwartet seinen Stiefel von oben auf Marcels Nüsse herabsausen, die dabei zwischen seinem Stiefelboden und seiner Hose plattgedrückt wurden. Marcel riss die Augen auf und öffnete lautlos den Mund, während Björn einige Sekunden mit dem Fuß auf Marcels Eiern verharrte und den Druck noch etwas zunehmen ließ. Anschließend ließ er den Fuß etwas kreisen, sodass die Nüsse darunter umhergerollt wurden.

„Aah, Mann, Björn“, keuchte Marcel mit schmerzverzerrter Miene, als er den Stiefel endlich wieder anhob und auf die Eier niederblickte. Die blasse, fast weiße Farbe war inzwischen einem leichten, vertrauten Tomatenrot gewichen, das deutlich gesünder aussah.

„Niederlage angenommen“, fügte Björn hinzu, dann ließ er noch einmal abschließend den Stiefel mit voller Wucht in Marcels Nüsse hineinsausen, was Marcel laut aufjaulen ließ. „Und jetzt pack dein Paket besser wieder ein, ehe es dir erfriert.“

Marcel nickte und blieb einige Sekunden keuchend liegen, dann pulte er seine Nüsse wieder in den Hosenschlitz hinein und verschloss ihn sorgfältig, ehe er sich auf die Beine richtete.

„Okay, wollen wir nach Haus und uns aufwärmen?“, fragte Björn und blickte zum bewölkten Himmel empor. Es schneite inzwischen deutlich mehr als zu Beginn ihrer kleinen Wanderung, und sie zitterten beide von den Temperaturen, wenn auch Marcel mehr als Björn.

„Oh ja“, stimmte Marcel zu und blies sich in die Hände, dann stapften sie langsam in die Richtung, aus der ihre Fußstapfen herführten. „Kann es kaum erwarten, in eine heiße Badewanne zu steigen. Wollen wir um die Wette laufen?“

„Klar“, nickte Björn und grinste dann schelmisch. „Wer zuerst da ist, darf seine Stiefel an den Nüssen des Verlierers abputzen?“

„Was? Nein!“, empörte sich Marcel stirnrunzelnd, blickte Björn dann aber herausfordernd an und warf anschließend einen Blick hinab auf seine verschneiten, weißen Winterstiefel. „Okay, aber du weißt, dass ich der deutlich schnellere Läufer bin?“

„Ein Läufer, der sich gerade die Eier abgefroren hat“, fügte Björn siegessicher hinzu. „Bereit? Auf die Plätze, fertig… los!“

Ende

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